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Die 5 häufigsten SEO-Mythen im Check

Geschrieben von Rebecca Langmayr | 7. Juli 2021 13:11:19 Z

Ein Mythos im ursprünglichen Sinn ist eine Erzählung oder ein Gerücht, das sich über lange Zeit hartnäckig in den Köpfen hält. Auch in der SEO-Welt gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Mythen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Was gestern noch als der #seohack bezeichnet wurde, kann heute bereits ausgedient haben. Warum? Die Suchmaschinen und deren Algorithmen entwickeln sich ständig – manchmal sogar stündlich – weiter!

 

Wie der Algorithmus wirklich tickt und wie die Seiten bewertet werden, ist fast undurchschaubar. Deshalb wundert es auch nicht, dass in Sachen SEO fleißig spekuliert wird. Wir haben recherchiert und die 5 häufigsten Mythen etwas genauer unter die Lupe genommen.

 

#1: „Keywords, Keywords und am besten nochmal Keywords“

Vor Jahren war noch die vorherrschende Meinung, man sollte die Texte mit einer Fülle an Keywords ausstatten. „Je mehr Keywords desto besser“, lautete die Devise, um die Rankposition der eigenen Website zu verbessern. Der Begriff dazu: Keywordstuffing. Dieses „Texten für die Suchmaschine“ verursachte jedoch schwer leserliche Textblöcke, in denen sich ein Keyword nach dem anderen reihte. Ganz so einfach ist jedoch nicht. Seit einigen Jahren - und einiger Google Updates - zählt vor allem die Inhaltsqualität eines Web-Textes. In erster Linie zählen der Informationsgehalt und die Relevanz, um die Platzierung zu verbessern. Dass trotzdem in einem ausgewogenen Verhältnis aus relevanten Begriffen und passenden Wortpaaren gearbeitet werden sollte, um bei der Eingabe auch gefunden zu werden, spricht für sich. Positiv wirkt sich auch immer die Festlegung eines Hauptkeywords aus, welches in unterschiedlichen Varianten in den Headlines und im Fließtext vorkommen sollte.

 

Deshalb ist unsere Devise: Schreibt immer für den Leser und nicht für die Suchmaschine!

 

#2: „Meta-Tags verbessern mein Ranking“

Dass Meta-Tags ein wichtiger Rankingfaktor sind, ist ein Mythos, der sich immer noch sehr hartnäckig hält. In erster Linie muss hier klar zwischen den unterschiedlichen Meta-Attributen unterschieden werden. Die Meta-Description wird von Google nicht in die Berechnung des Rankings miteinbezogen. Da die Description dem User jedoch bei der organischen Suche als erster Berührungspunkt zum Unternehmen angezeigt wird, gibt es einen wesentlichen Nutzerfaktor. Wird die Description nicht manuell bearbeitet, zieht sich Google automatisch ein Text-Snippet aus der Website. Eine gut formulierte, individuelle Meta-Description führt nachgewiesenermaßen dazu, dass die CTR gesteigert wird. Übrigens: Auch die sogenannten Meta-Keywords werden nicht von Google in den Suchergebnissen mitberücksichtigt.

 

Im Gegensatz dazu zählt der Meta-Title zu den in etwa 200 Rankingfaktoren. Anhand des Title-Tags weiß Google, worum es im Text geht, weshalb es empfehlenswert ist, auch immer das Hauptkeyword im Title zu erwähnen und den Inhalt des Textes klar widerzuspiegeln.

 

 

#3: „SEO ist in kurzer Zeit erledigt“

Heute optimieren und morgen im Ranking auf Platz 1 – klingt toll, ist und bleibt aber leider nur eine Traumvorstellung. SEO ist kein „set – to forget“, sondern benötigt viel Zeit und noch mehr Ausdauer. Wer schnell mal lossprinten möchte, wird langfristig trotzdem keinen sichtbaren Erfolg verzeichnen können. Denn der SEO-Prozess beinhaltet laufende On- sowie Off-page Optimierungsmaßnahmen, gefolgt von einer kontinuierlichen Analyse der umgesetzten Maßnahmen, um in Folge weiter optimieren zu können. Das Ergebnis einer effektiven SEO-Arbeit ist deshalb auch erst nach einiger Zeit wirklich sichtbar.

 

 

#4: Viele Backlinks verbessern mein Ranking

Mit einem Backlink verweist eine fremde Domain anhand eines Links auf die eigene Website. Dies führte vor Jahren noch dazu, dass mit Druck versucht wurde, eine Masse an unterschiedlichen Backlinks zu generieren, um das Ranking zu verbessern. Das Penguin Update machte diesem Vorgehen im Jahr 2012 jedoch einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. So hatte das Update das Ziel, sogenannten Web-Spam radikal einzudämmen. Wer also heute noch versucht, mit link-shemes eine Top Rankingposition zu erhalten, wird in seiner Sichtbarkeit einige Verluste verkraften müssen. Der Grund dafür?

 

Ein Backlink wird von Google wie eine Empfehlung gewertet. Verweisen viele Seiten auf die eigene Website, ist auch die Relevanz höher. Soweit, so gut. Da aber diese Empfehlung auch glaubwürdig sein sollte, bewertet Google die Backlinks hinsichtlich ihrer Qualität. Deshalb zählt hier nicht die Anzahl der Links, sondern vielmehr die Qualität der Verweise. Unsere Empfehlung: Achtet bei der Linkquelle auf trusted domains und auf eine inhaltliche Themenrelevanz.

 

 

#5: Google Ads = besseres organisches Ranking

Google Ads und SEO bilden zwar gemeinsam das Suchmaschinenmarketing, jedoch muss klar zwischen den beiden Disziplinen unterschieden werden. Der Mythos - „gibt man viel Geld für Ads aus, wirkt sich dies auch auf das organische Ranking aus“ ist eine Behauptung, die bis heute noch nicht nachgewiesen werden konnte. Da Google deutlich zwischen bezahltem und organischem Bereich trennt, kann mit großer Sicherheit davon ausgegangen werden, dass diese sich nicht gegenseitig beeinflussen.

 

Unser Fazit: Mythen halten sich länger als man meinen möchte – selbst, wenn sie schon lange widerlegt wurden. Umso wichtiger ist daher, jeden „Tipp“ – sei es zum Thema SEO, PR oder Inbound Marketing – genauer unter die Lupe zu nehmen. Auf der sicheren Seite ist man in jedem Fall mit einem Experten an seiner Seite. So spart man nicht nur Zeit und Geld, sondern auch viele wertvolle Nerven!