
Warum der Reputations-Check in ChatGPT, Gemini und Perplexity zur Pflicht wird und wie Unternehmen ihr Bild in KI-Antworten aktiv gestalten.
KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini und Perplexity sind eine neue Reputationsbühne: Dort wird über Unternehmen gesprochen, nicht von ihnen.
Die häufigsten Fehler in KI-Antworten sind Inhalte von Botseiten, veraltete Personalia und hartnäckige Negativmeldungen.
Welche Fragen gestellt werden, entscheidet über das Ergebnis. Unternehmen müssen deshalb zuerst festlegen, wofür sie gefunden werden wollen.
Die wichtigste Kennzahl ist der Share of Voice im Vergleich zur Konkurrenz.
Falsche KI-Aussagen werden über die Quellen korrigiert: eigene Website, Drittprofile und aktive Pressearbeit.
Ein KI-Reputations-Check ist eine systematische Analyse dessen, was generative KI-Systeme über ein Unternehmen sagen. Geprüft wird, ob die Antworten korrekt, aktuell und vollständig sind, in welcher Tonalität das Unternehmen dargestellt wird und wie es im Vergleich zu Mitbewerbern abschneidet.
Immer mehr Menschen fragen KI-Systeme statt Suchmaschinen, auch Journalistinnen, Bewerber, Geschäftspartner und Investorinnen. Die KI bündelt Medienberichte, Bewertungsportale, Websites und Verzeichnisse zu einer scheinbar neutralen Antwort, die oft ungeprüft übernommen wird.
Reputation in KI-Systemen ist dabei nicht nur eine Schutzaufgabe, sondern auch eine Chance für gezielten Reputations- und Imageaufbau. Unternehmen, die früh beginnen, verschaffen sich einen Vorsprung. Wie KI-Suche Sichtbarkeit grundsätzlich verschiebt, erklärt unser Beitrag Sichtbarkeit ohne Klick: Warum GEO, PR und Quellenarchitektur so wichtig sind.
Daten-PR reicht von der großen Auftragsstudie bis zur schlanken Auswertung vorhandener Unternehmensdaten. Welches Format passt, hängt von der gewünschten Aussage und ihrer Reichweite ab.
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Fehlerart |
Typisches Beispiel |
Wirksame Gegenmaßnahme |
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Inhalte von Botseiten |
Automatisiert erstellte Verzeichnisse mit falschen Angaben |
Löschanfrage, Meldung an die Plattform, notfalls rechtliche Schritte |
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Veraltete Personalia |
Ehemalige Geschäftsführung wird als aktuell genannt |
Aktuelle Fakten auf der eigenen Website, Drittprofile aktualisieren |
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Hartnäckige Negativmeldungen |
Aufgearbeiteter Vorfall erscheint ohne Einordnung |
Neue, glaubwürdige Berichterstattung und sachliche Einordnung auf eigenen Kanälen |
Dasselbe Unternehmen kann bei einer Frage an eine KI glänzend dastehen und bei einer anderen gar nicht vorkommen. Die Qualität der Ergebnisse hängt stark davon ab, welche Fragen gestellt werden.
Wichtiger als die reine Messung ist deshalb die strategische Vorfrage: Wofür will das Unternehmen gefunden werden? Erst wenn Themen, Kompetenzen und Werte klar definiert sind, lässt sich sinnvoll messen und steuern. plenos nutzt dafür spezialisierte Monitoring-Tools wie otterly.ai, sowohl für Kunden als auch für die eigene Positionierung.
Was ist der Share of Voice in KI-Antworten?
Der Share of Voice in KI-Antworten ist der Anteil, den ein Unternehmen im Vergleich zu seinen Mitbewerbern an den Antworten auf relevante Fragen hat. Er ist aktuell die wichtigste Kennzahl im KI-Reputationsmanagement, weil er zeigt, ob und wie stark ein Unternehmen im Wettbewerbsumfeld als Referenz genannt wird.
Technisches Audit: Prüfung der Crawlability, strukturierter Daten wie Schema-Markups für Organisation und Personen, der Seitenarchitektur und der zentralen Unternehmensfakten.
Reputationsstrategie: Definition der Kernaussagen für die Corporate Reputation, Analyse der positiven und negativen Kundenthemen sowie der Differenzierung zur Konkurrenz.
Core Prompts: Ableitung von rund 15 Kernfragen, die in ChatGPT, Gemini, Perplexity, Copilot und Googles KI-Übersichten erhoben und regelmäßig getrackt werden.
Quellenanalyse: Identifikation der Quellen, aus denen die KI ihr Wissen bezieht, von der eigenen Website über Medien und Wikipedia bis zu Botseiten.
Bewertung und Maßnahmenplan: Bewertung jeder Antwort nach Richtigkeit, Tonalität und Vollständigkeit, Vergleich mit Mitbewerbern, priorisierter Maßnahmenplan und fixer Messrhythmus.
Wie lassen sich falsche KI-Aussagen korrigieren?
Falsche KI-Aussagen werden nicht in der KI selbst korrigiert, sondern über die Quellen, aus denen sie schöpft. Vier Hebel haben sich bewährt:
Eigene Faktenbasis: Eine aktuelle Unternehmensseite mit klaren Fakten zu Führung, Standorten und Leistungen, ergänzt um strukturierte Daten und einen gepflegten Newsroom.
Konsistente Drittprofile: Wikipedia, Wikidata, LinkedIn, Google-Unternehmensprofil, Branchenverzeichnisse und Bewertungsportale aktuell halten. Bei Wikipedia gelten die Regeln der Plattform zu Interessenkonflikten, Änderungen sollten daher transparent erfolgen.
Aktive Pressearbeit: Neue, seriöse Berichterstattung ist der wirksamste Weg, alte Narrative zu überlagern.
Umgang mit problematischen Quellen: Löschanfragen, Meldungen an Plattformen und in gravierenden Fällen rechtliche Schritte.
KI-Systeme, die ihre Antworten live aus dem Web beziehen, reagieren auf neue Quellen oft innerhalb von Wochen. Das trainierte Grundwissen eines Modells ändert sich dagegen erst mit neuen Modellversionen. KI-Reputationsmanagement ist deshalb eine laufende Aufgabe und kein einmaliges Projekt.
Grundsätzlich betrifft das Thema jedes Unternehmen. Besonders dringend ist es in drei Situationen:
bei klassischen Krisen wie Unfällen, Katastrophen oder Entlassungswellen,
bei Skandalen in der Führungsetage, etwa Betrugsvorwürfen,
bei Fusionen und Übernahmen, wenn alte und neue Unternehmensidentitäten vermischt werden.
In diesen Fällen muss die KI als Kommunikationsplattform von Anfang an mitgedacht werden, genauso wie Medien, Mitarbeitende und Social Media.
Kann man einer KI direkt sagen, dass eine Aussage falsch ist?
Nein, eine direkte Korrekturfunktion gibt es nicht. Korrigiert wird über die Quellen, auf die sich die KI stützt.
Welche KI-Systeme sollten geprüft werden?
Mindestens ChatGPT, Gemini, Perplexity, Copilot und Googles KI-Übersichten, da sie unterschiedliche Quellen nutzen.
Wie viele Prompts braucht ein aussagekräftiges Monitoring?
Rund 15 Core Prompts, abgeleitet aus Kernaussagen, Kundenthemen und Differenzierungsmerkmalen, bilden eine gute Basis.
Was ist die wichtigste Kennzahl?
Sentiment, Citation Rate und die Share of Voice im Vergleich zur Konkurrenz.
Ist KI-Reputationsmanagement nur für Großunternehmen relevant?
Nein. Auch mittelständische Unternehmen werden von Kunden, Bewerbern und Partnern über KI-Systeme recherchiert.
KI-Systeme sind eine eigenständige Reputationsbühne geworden. Der erste Schritt ist nicht die Messung, sondern die Frage, wofür ein Unternehmen gefunden werden will. Darauf aufbauend liefern ein technisches Audit, eine klare Reputationsstrategie, rund 15 Core Prompts und eine Quellenanalyse ein belastbares Lagebild. Der Share of Voice zeigt die Position im Wettbewerb. Korrigiert wird über die Quellen: die eigene Faktenbasis, konsistente Drittprofile und aktive Pressearbeit. Wer früh beginnt, schützt seine Reputation und baut sie gezielt aus.
plenos verbindet 20 Jahre PR-Erfahrung mit spezialisiertem KI-Monitoring. Wir analysieren, wie ChatGPT, Gemini, Perplexity und Co. Ihr Unternehmen darstellen, messen Ihren Share of Voice im Wettbewerbsvergleich, entwickeln Ihre Core Prompts und setzen die Maßnahmen um, von der technischen Optimierung über die Pflege Ihrer Quellen bis zur Pressearbeit, die Ihr Bild in KI-Antworten nachhaltig prägt.
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